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SERIE "VERSCHMELZUNG",
2002
Die Serie ist ein kleiner Ausschnitt einer kleinen
Welt.
Die Menschen der fünfteiligen Serie sind Gäste privater Partys. Ich habe die
Personen auf den Fotografien aus dem Ursprungszusammenhang herausgelöst, in
dem ich den Bildhintergrund durch eine einfarbige Fläche ersetzte. Mit Hilfe
des Computers ist es möglich, jeder Person eine eigene Ebene einzurichten
und mit deren Deckkraft zu arbeiten. Es entstehen dadurch sichtbare
Überschneidungen. Menschen gehen neue Verbindungen ein, Gestik und Mimik
bekommen eine enorme Präsenz.
Die Haut der Menschen ist die Schnittstelle zur Außenwelt. Mit ihr
nehmen wir die Reize unserer Umwelt wahr und mit ihr berühren wir zuerst
unser Gegenüber.
Es gibt gewisse Regeln für Berührungen im öffentlichen Leben zwischen den
Geschlechtern, an die wir ans halten.
In allen Arbeiten ist die Haut nicht mehr die trennende Fläche. Die Grenze
zwischen innen und außen wird aufgehoben. Im verdeckten Inneren der
Menschen werden Körperteile anderer sichtbar. Es entstehen dadurch neue
Bilder im Bild. Stofffalten und Nähte bahnen sich ihren Weg auf fremder
Haut, sie werden zu Linien und Wegen. Sie verwandeln sich in Landschaften.
Durch die Überschneidungen bekommen die Personen eine Beziehung zueinander.
Ich „logge“ mich in die Menschen ein, arbeite mit deren Gestik und Mimik und
damit verbundenen Sehnsüchten, Gedanken und Leidenschaften.
Die Hände in allen Bildern haben eine große Dominanz. Sie sind die Organe,
mit denen wir uns an unsere Umwelt herantasten.
Die Serie hat die konstante Höhe von 120 cm, in ihrer Breite variiert
sie zwischen 70 cm und 196 cm. Die Menschen darauf sind etwa lebensgroß
abgebildet.

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